Gehalt und Tarif

Gehalt öffentlicher Dienst 2026: TVöD-Tabelle und Rechner

Gehaltscheck

Wo stehst du mit deinem Gehalt?

2.300 €5.850 €9.400 €
Unteres Viertel bis3.318 €
Median3.683 €
Oberes Viertel ab4.697 €

Du liegst in der mittleren Hälfte der Verwaltungsfachangestellte, 33 € unter dem Median.

Quelle: TVöD-VKA, Anlage A (gültig ab 1. Mai 2026) für die Entgeltgruppen E2 bis E15 und TVöD-SuE für den Sozial- und Erziehungsdienst; Bruttomonatsgehalt in Vollzeit ohne Zulagen. Der Gehaltscheck leitet die Spannen je Berufsgruppe aus den jeweils üblichen Entgeltgruppen ab (unteres Viertel: Stufe 2 der unteren Gruppe, Median: Stufe 3 der mittleren Gruppe, oberes Viertel: Stufe 5 der oberen Gruppe). · Stand 2026-05-01 · gültig bis 2027-04-30

BerufUnteres ViertelMedianOberes ViertelStellen
Verwaltungsfachangestellte3.318 €3.683 €4.697 €0
Sachbearbeitung3.440 €3.843 €5.275 €0
Erziehung (Kita)3.697 €3.698 €3.948 €0
Soziale Arbeit4.166 €4.504 €5.132 €0
Bauingenieurwesen4.438 €5.046 €6.586 €0
IT-Administration4.039 €4.595 €6.013 €0
Personalsachbearbeitung3.697 €4.204 €5.612 €0
Kämmerei und Finanzen5.279 €6.094 €7.811 €0
Elektrik bei Stadtwerken3.440 €3.683 €4.154 €0
Bauhof3.164 €3.355 €3.856 €0
Kita-Leitung4.390 €4.729 €5.931 €0
Stadtplanung4.670 €5.360 €6.727 €0

Ein Tarif für Bund und Kommunen, mehrere Tabellen daneben

Wer bei einer Stadt, einer Gemeinde, einem Landkreis oder beim Bund angestellt ist, wird nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt, kurz TVöD. Für die Kommunen gilt die Fassung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, der TVöD-VKA, für Bundesbehörden der TVöD-Bund. Beide kennen fünfzehn Entgeltgruppen von E1 bis E15 und sechs Erfahrungsstufen. Daneben stehen eigene Tabellen: die S-Tabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst, der TVöD-S für Sparkassen, der TV-V für Versorgungsbetriebe und der TV-N für Nahverkehrsunternehmen. Die Länder zahlen nach dem TV-L, Hessen nach dem TV-H. Beamtinnen und Beamte fallen aus allen Tarifen heraus und werden nach den Besoldungsgesetzen ihres Dienstherrn bezahlt.

Die Werte auf dieser Seite stammen aus der Entgelttabelle des TVöD-VKA in der Fassung ab dem 1. Mai 2026, also der zweiten Stufe des Tarifabschlusses von 2025, sowie aus der S-Tabelle. Sie zeigen Bruttomonatsgehälter in Vollzeit ohne Zulagen, Zeitzuschläge und Jahressonderzahlung. Der Rechner weiter unten ermittelt für jede Entgeltgruppe und Stufe den Nettolohn nach Steuerklasse und Kirchensteuer.

Entgeltgruppen: Wer landet wo?

Die Entgeltgruppe hängt an der Tätigkeit, nicht an der Person. Maßgeblich ist die Entgeltordnung mit ihren Tätigkeitsmerkmalen. E1 bis E4 gelten für einfache Tätigkeiten ohne Ausbildung, etwa Reinigung, Küchenhilfe oder einfache Bauhofarbeiten. E5 bis E8 sind die Gruppen für Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung: Verwaltungsfachangestellte starten in E5 oder E6, Fachkräfte für Abwassertechnik, Straßenwärter, Elektronikerinnen und Elektroniker der Stadtwerke liegen in E6 bis E8, Personalsachbearbeitung mit schwierigen Tätigkeiten in E8. Nach Tabelle ab Mai 2026 reicht E5 von 3.124 Euro in Stufe 1 bis 3.783 Euro in Stufe 6, E8 von 3.486 bis 4.231 Euro.

E9a bis E9c bilden den Übergang in den gehobenen Bereich. E9a erhalten Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter mit Fachwirt oder gründlichen, vielseitigen Fachkenntnissen, E9b und E9c sind die typischen Gruppen für Verwaltungsfachwirte, Techniker, Meister und IT-Administratoren ohne Studium. E9b beginnt bei 3.780 Euro und endet bei 5.313 Euro, E9c bei 4.011 bis 5.528 Euro. Ab E10 werden in der Regel Hochschulabschlüsse vorausgesetzt: Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Stadtplaner, Sozialarbeit mit Leitungsaufgaben außerhalb der S-Tabelle und IT-Fachkräfte mit Studium finden sich in E10 bis E12, also zwischen 4.125 und 6.900 Euro. E13 bis E15 sind den wissenschaftlichen Hochschulabschlüssen und Führungsfunktionen vorbehalten: Amtsleitungen, Kämmerei, Justiziariat und Fachbereichsleitungen verdienen dort 4.901 bis 8.204 Euro brutto im Monat.

Stufen: Wie das Gehalt mit den Jahren wächst

Jede Entgeltgruppe hat sechs Stufen, die Erfahrungszeit abbilden. Neu Eingestellte ohne einschlägige Berufserfahrung beginnen in Stufe 1 und erreichen Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach zwei weiteren Jahren, Stufe 4 nach drei weiteren, Stufe 5 nach vier weiteren und Stufe 6 nach fünf weiteren Jahren, insgesamt also nach fünfzehn Jahren in derselben Entgeltgruppe. Wer mit mindestens einem Jahr einschlägiger Berufserfahrung wechselt, startet in Stufe 2, mit drei Jahren in Stufe 3; viele Arbeitgeber rechnen bei Fachkräftemangel auch Zeiten aus der Privatwirtschaft an und können zur Gewinnung bis zu zwei Stufen vorweg gewähren. In E1 ist die Stufe 1 nicht belegt, der Aufstieg beginnt dort in Stufe 2.

Bei einer Höhergruppierung wird man nicht einfach in dieselbe Stufe der neuen Gruppe einsortiert, sondern in die Stufe, in der das Tabellenentgelt mindestens so hoch ist wie bisher, mindestens aber Stufe 2; der Garantiebetrag sorgt dafür, dass sich der Aufstieg spürbar lohnt. Der Rechner auf dieser Seite zeigt beim Wechsel der Entgeltgruppe sofort, wie groß der Unterschied zwischen zwei Stufen ist.

S-Tabelle: Kita, Jugendamt und Soziale Arbeit

Für den Sozial- und Erziehungsdienst gilt seit 2009 eine eigene S-Tabelle mit den Gruppen S2 bis S18. Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger stehen in S3 und S4, Erzieherinnen und Erzieher in S8a mit 3.303 bis 4.067 Euro, mit schwierigen fachlichen Tätigkeiten in S8b. Kita-Leitungen werden je nach Platzzahl in S13 bis S17 eingruppiert und verdienen zwischen 4.073 und 5.960 Euro. Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen und Heilpädagogen mit staatlicher Anerkennung liegen in S11b und S12 bei 3.884 bis 4.983 Euro, mit besonders schwierigen Tätigkeiten oder Leitungsaufgaben im Jugendamt in S14 bis S17. Die S-Tabelle kennt ebenfalls sechs Stufen, allerdings mit längeren Laufzeiten in den oberen Stufen.

Zusätzlich zur Tabelle gibt es im Sozial- und Erziehungsdienst seit 2022 eine monatliche Zulage von 130 Euro für Erzieherinnen und 180 Euro für Sozialarbeiterinnen sowie zwei Regenerationstage im Jahr, die in Entgelt umgewandelt werden können. Wer in einer kommunalen Kita arbeitet, profitiert außerdem von der Zusatzversorgung und der Jahressonderzahlung wie alle anderen TVöD-Beschäftigten.

Jahressonderzahlung, Zulagen und Zeitzuschläge

Mit dem Novembergehalt zahlt der Arbeitgeber die Jahressonderzahlung, umgangssprachlich das Weihnachtsgeld. Sie beträgt im TVöD-VKA je nach Entgeltgruppe zwischen rund 52 und 85 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgelts; in den unteren Gruppen fällt sie höher aus als in E13 bis E15. Berechnungsgrundlage sind die Monate Juli bis September. Hinzu kommt das Leistungsentgelt nach Paragraf 18, aus dem die Kommunen bis zu zwei Prozent der Entgeltsumme nach Leistungsbewertung oder Zielvereinbarung ausschütten.

Zeitzuschläge gibt es für Arbeit außerhalb der Regelarbeitszeit: 20 Prozent für Nachtarbeit, 25 Prozent an Sonntagen, 35 Prozent an Feiertagen mit Freizeitausgleich und 135 Prozent ohne, 20 Prozent an Samstagen zwischen 13 und 21 Uhr und 30 Prozent für Überstunden in den unteren Gruppen. Wechselschicht wird mit 155 Euro im Monat vergütet, Schichtarbeit mit 40 Euro. Für IT-Fachkräfte kann der Arbeitgeber seit der Entgeltordnung 2017 eine Fachkräftezulage von bis zu 1.000 Euro gewähren, viele Großstädte nutzen sie. Rufbereitschaft, Erschwernis und Vorarbeiterfunktion bringen weitere Zulagen.

Stadtwerke, Sparkassen und Nahverkehr: TV-V, TVöD-S und TV-N

Kommunale Unternehmen haben eigene Tarifwerke, die auf dem TVöD aufbauen. Der TV-V für Versorgungsbetriebe kennt fünfzehn Entgeltgruppen mit sechs Stufen und zahlt in Technik und Netzbetrieb meist etwas mehr als der TVöD-VKA; Elektronikerinnen und Netzmonteure liegen dort in den Gruppen 5 bis 8, Ingenieurinnen in 10 bis 12, dazu kommt ein 13. Monatsgehalt. Sparkassen zahlen nach dem TVöD-S mit Sparkassensonderzahlung, die aus einem garantierten und einem leistungsabhängigen Teil besteht. Verkehrsbetriebe wenden landesweit den TV-N an, bei dem Fahrdienst und Werkstatt nach Zeitzuschlägen und Schichtmodellen unterschiedlich hoch vergütet werden. Die Stellenanzeigen auf PraktischKommune nennen in der Regel den Tarif und die Entgeltgruppe; die Stadtseiten zeigen, wo gerade besonders viele Stadtwerke und Verkehrsunternehmen suchen.

Beamte: Besoldung statt Tarif

Wer verbeamtet wird, bekommt keine Entgeltgruppe, sondern eine Besoldungsgruppe. Der mittlere Dienst beginnt in A6 bis A9, der gehobene Dienst, etwa Stadtinspektorinnen und Stadtinspektoren nach dem Bachelor an der Verwaltungshochschule, in A9 bis A13, der höhere Dienst in A13 bis A16. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Beigeordnete werden nach der B-Besoldung bezahlt, abhängig von der Einwohnerzahl. Die Besoldung ist Landesrecht; Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg zahlen deutlich mehr als Berlin oder das Saarland. Beamte zahlen keine Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung und erhalten Beihilfe statt Krankenversicherung, weshalb das Netto bei gleicher Bruttozahl spürbar höher liegt als bei Tarifbeschäftigten.

Teilzeit, Ost und West, Ausbildung

Teilzeit ist im öffentlichen Dienst Alltag, besonders in Verwaltung und Kita. Der Tarif gilt anteilig: Bei 30 Stunden gibt es 76,9 Prozent der Vollzeitwerte, Jahressonderzahlung und Leistungsentgelt ebenfalls anteilig. Die Tabellenwerte sind in Ost und West seit 2010 gleich; Unterschiede gibt es nur noch bei der Jahressonderzahlung in wenigen Tarifgebieten. Auszubildende im öffentlichen Dienst erhalten nach dem TVAöD rund 1.300 Euro im ersten und 1.400 Euro im dritten Lehrjahr, Anwärterinnen und Anwärter im gehobenen Dienst Anwärterbezüge von etwa 1.500 Euro. Nach bestandener Prüfung ist die Übernahme für mindestens zwölf Monate tariflich geregelt, wenn der Bedarf besteht.

So nutzt du die Tabelle im Bewerbungsgespräch

Kläre vor der Zusage Entgeltgruppe, Stufe und die Anrechnung deiner Berufserfahrung; die Stufenzuordnung ist der größte Verhandlungsspielraum im Tarif. Frag nach Zulagen, nach der Möglichkeit einer Vorweggewährung von Stufen und bei IT-Stellen nach der Fachkräftezulage. Wer eine Weiterbildung plant, verhandelt Freistellung und Kostenübernahme gleich mit. Der Rechner zeigt dir vorab, was netto übrig bleibt, und die Berufsprofile nennen die üblichen Entgeltgruppen je Beruf.

Häufige Fragen

Was verdient eine Verwaltungsfachangestellte nach TVöD 2026?

In E5 bis E9a zwischen 3.124 Euro in Stufe 1 und 4.980 Euro in Stufe 6 brutto im Monat. Nach dem Angestelltenlehrgang II geht es als Verwaltungsfachwirtin in E9b bis E11 weiter, also bis 6.327 Euro.

Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TVöD-VKA?

Je nach Entgeltgruppe zwischen rund 52 und 85 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgelts aus den Monaten Juli bis September, ausgezahlt mit dem Novembergehalt. In den unteren Gruppen ist der Prozentsatz höher als in E13 bis E15.

Wann steige ich im TVöD in die nächste Stufe auf?

Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach drei, Stufe 4 nach sechs, Stufe 5 nach zehn und Stufe 6 nach fünfzehn Jahren in derselben Entgeltgruppe. Einschlägige Berufserfahrung kann beim Einstieg angerechnet werden.

Was verdient eine Erzieherin in der kommunalen Kita?

Nach TVöD-SuE in S8a zwischen 3.303 und 4.067 Euro brutto im Monat, dazu 130 Euro Zulage, Jahressonderzahlung und Zusatzversorgung. Kita-Leitungen liegen in S13 bis S17 bei 4.073 bis 5.960 Euro.

Gibt es im TVöD eine IT-Fachkräftezulage?

Ja. Für Beschäftigte in der Informationstechnik kann der Arbeitgeber eine Zulage von bis zu 1.000 Euro im Monat gewähren, wenn die Stelle sonst nicht besetzt werden kann. Viele Großstädte und Landkreise nutzen sie für Administration und Softwareentwicklung.

Verdienen Beamte mehr als Tarifbeschäftigte?

Brutto oft ähnlich, netto meist mehr: Beamte zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung und erhalten Beihilfe. Die Besoldung ist Landesrecht und unterscheidet sich zwischen den Bundesländern um mehrere hundert Euro.

Wie viel Netto bleiben von 3.800 Euro brutto in E9b?

In Steuerklasse I rund 2.520 Euro, abhängig von Kirchensteuer und Krankenkasse. Der Rechner auf dieser Seite berechnet jede Entgeltgruppe und Stufe individuell.

Rechner

Vom Brutto zum Netto

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Quelle: TVöD-VKA, Anlage A (gültig ab 1. Mai 2026) für die Entgeltgruppen E2 bis E15 und TVöD-SuE für den Sozial- und Erziehungsdienst; Bruttomonatsgehalt in Vollzeit ohne Zulagen. Der Gehaltscheck leitet die Spannen je Berufsgruppe aus den jeweils üblichen Entgeltgruppen ab (unteres Viertel: Stufe 2 der unteren Gruppe, Median: Stufe 3 der mittleren Gruppe, oberes Viertel: Stufe 5 der oberen Gruppe). · Stand 2026-05-01 · gültig bis 2027-04-30

Ihre Angaben

Brutto / Monat

2.975 €

TVöD-VKA · Stufe 2 · 35.704 €/Jahr

Netto / Monat (ca.)

1.860 €

Steuerklasse 1

Lohnsteuer (Stkl. 1)−421 €
Rentenversicherung−277 €
Arbeitslosenversicherung−39 €
Krankenversicherung−254 €
Pflegeversicherung−125 €
Abzüge gesamt−1.115 €

Schätzung nach Tarif-Tabelle + vereinfachter Lohnsteuer 2026. Brutto exakt (bzw. Bandmittelwert), Netto typ. ±2–5 %. Zuschläge (Bereitschaft, Schicht, Nacht) und Zulagen sind nicht enthalten.

Datengrundlage: TVöD-VKA, Anlage A (gültig ab 1. Mai 2026) für die Entgeltgruppen E2 bis E15 und TVöD-SuE für den Sozial- und Erziehungsdienst; Bruttomonatsgehalt in Vollzeit ohne Zulagen. Der Gehaltscheck leitet die Spannen je Berufsgruppe aus den jeweils üblichen Entgeltgruppen ab (unteres Viertel: Stufe 2 der unteren Gruppe, Median: Stufe 3 der mittleren Gruppe, oberes Viertel: Stufe 5 der oberen Gruppe). · Stand 2026-05-01 · gültig bis 2027-04-30. Gepflegt von Mission Personal GmbH.