Quantenrisiko für Behördennetze
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
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Details
- Unternehmen
- Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
- Standort
- Halle (Saale)
- Bereich
- Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung
- Vertragsart
- Vollzeit
- Unternehmensgröße
- Mittlere Unternehmen (50 - 249 MA)
- Aktualisiert
- 23. Juli 2026
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Stellenbeschreibung
11. Juni 2026 Schlüsseltechnologie
Quantenrisiko für Behördennetze
Experte der Cyberagentur auf der PITS 2026
Dr. Daniel Reiche bringt die Quantentechnologie-Expertise der Cyberagentur in das PITS-Panel „Doctor Quantum“ ein. Foto: Cyberagentur
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) beteiligt sich als Partnerin an der PITS 2026 und bringt ihre Expertise zu Quantentechnologien in das Panel „Doctor Quantum“ ein. Dr. Daniel Reiche diskutiert dort, wie öffentliche Netze rechtzeitig quantensicher werden. Das Interview ordnet Risiken, Schutzoptionen und Forschungsprogramme ein.
Auf dem Panel „Doctor Quantum – Neue Technologien für sichere öffentliche Netze“ diskutieren Dr. Daniel Reiche, Referatsleiter Quantentechnologie der Cyberagentur, Dr. Matthias Peter, Fachbereichsleiter Kryptographie und VS-IT-Management beim BSI, Dr. Michael Littger, Strategy Director beim cyberintelligence.institute, und Thomas Maxeiner, Director Technical Solutions Public Sector Germany bei Palo Alto Networks über die Frage, wie Staat und Verwaltung öffentliche Netze auf eine technologische Entwicklung vorbereiten, die Verschlüsselung, Sensorik und sichere Kommunikation grundlegend verändern kann.
Mit Dr. Daniel Reiche bringt die Cyberagentur ihre fachliche Perspektive zu Quantentechnologien in die PITS 2026 ein. Dr. Reiche ist seit dem 1. Februar 2026 Referatsleiter Quantentechnologie in der Abteilung Schlüsseltechnologie der Cyberagentur. Der promovierte theoretische Physiker arbeitet an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quantentechnologien, Quantensensorik, Technologietransfer und sicherheitspolitischer Bewertung.
Drei Fragen an Dr. Daniel Reiche
Heute verschlüsselte Verwaltungsdaten können bereits abgegriffen und gespeichert werden. Wie groß ist die Gefahr, dass solche Daten später mit leistungsfähigen Quantencomputern entschlüsselt werden?
Groß genug, um zu handeln. Es herrscht Einigkeit unter den meisten Expertinnen und Experten, von Forschung bis Politik, dass Quantencomputer eine kryptographisch relevante Leistungsfähigkeit innerhalb der nächsten Jahre entwickeln könnten. Teil der strategischen Arbeit bei der Cyberagentur ist es aber auch, Marketing von Realität zu trennen. Neben konkreten Vorbereitungen auf den sogenannten Q-Day, d.h. wenn Entschlüsselung durch Quantencomputer möglich wird, setzen wir daher auch einen verstärkten Fokus auf konkrete Anwendungsszenarien. Über einfache Erwartungshaltungen hinaus, was sein könnte, wollen wir genau wissen, wann es soweit ist und wie wir es gestalten.
Post-Quanten-Sicherheit klingt nach Kryptografie. Tatsächlich betrifft sie aber Netze, Beschaffung, Standards, Alt-Systeme und kritische Verwaltungsdaten. Wo liegt aus Ihrer Sicht die größte Schwachstelle des öffentlichen Sektors?
Möglicherweise in dem Missverständnis, dass IT kein notwendiges Übel ist, sondern der Kern der modernen Verwaltung. Lösungen können nur mit übergreifenden Ansätzen und teilweise signifikantem Aufwand erarbeitet werden. Das fällt allen schwer. In der Cyberagentur nutzen wir standardmäßig Strukturen zum interdisziplinären Austausch. Die Antwort auf aktuelle Fragen ist nicht die Post-Quanten-Sicherheit allein. Sie kann aber doch ein relevanter Faktor im Umbau zu einem sicheren IT-System werden, vom Netz, über Standards, bis hin zum Grundverständnis bei den Anwenderinnen und Anwender.
Die Cyberagentur beauftragt Forschung zu mobilen Quantencomputern und zu Seitenkanalangriffen mit Quantensensorik. Was lernen wir daraus über künftige Angriffe auf staatliche IT – und über neue Schutzmöglichkeiten?
Auszug aus der Stellenausschreibung des Arbeitgebers. Die Bewerbung erfolgt über "Jetzt bewerben".
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