Cyberagentur-Projekt ARCH soll Schäden im Cyberraum ganzheitlich messbar machen
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
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Details
- Unternehmen
- Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
- Standort
- Halle (Saale)
- Bereich
- Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung
- Vertragsart
- Vollzeit
- Unternehmensgröße
- Mittlere Unternehmen (50 - 249 MA)
- Aktualisiert
- 23. Juli 2026
Geschätztes Gehalt (TVöD)
3.566 – 5.484 €
Entgeltgruppe E9b-E11 · brutto/Monat
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Stellenbeschreibung
1. Juni 2026 Sichere Gesellschaft
Cyberagentur-Projekt ARCH soll Schäden im Cyberraum ganzheitlich messbar machen
Neues Forschungsprogramm erfasst materielle, immaterielle und kaskadierende Schäden durch Cyberkriminalität systematisch.
Zum Start des Forschungsprogramms ARCH unterzeichnen Vertreterinnen und Vertreter der Cyberagentur und des Projektteams die Vereinbarungen für ein Vorhaben, das Schäden durch Cyberkriminalität künftig systematischer, breiter und evidenzbasiert erfassen soll. Im Bild: Dr. Nicole Hartlapp, Bettina Bubnys, Prof. Dr. Christian Hummert und Prof. David Décary-Hétu. Foto: Cyberagentur
Cyberagentur setzt mit ARCH das Ziel, die Messung von Schäden durch Cyberkriminalität neu zu denken. Neu entwickelt wird eine systematische Erfassung nicht nur finanzieller, sondern vielmehr auch immaterieller und kaskadierender Schäden von Cyberkriminalität in Deutschland. Mit ARCH startet die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) ein Forschungsvorhaben, das die ganzheitlichen Schäden von Cyberkriminalität in Deutschland multidimensional erfassen soll. Neben finanziellen Verlusten rücken psychologische, organisationale und gesellschaftliche Auswirkungen in den analytischen Fokus.
Mit der feierlichen Vertragsunterzeichnung am 30. April 2026 zwischen der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) und der Université de Montréal im Rahmen des Forschungsprogramms „Schäden durch Cyberkriminalität (SCK)“, startet das Projekt „Assessing Risks and Cybercrime Harms“ (ARCH) in die Umsetzungsphase. Den Zuschlag erhielt ein hochkarätiger Forschungsverbund bestehend aus der Université de Montréal (Konsortialführer), Flare Systems, dem Max Planck Institut Freiburg, dem Cyberintelligence Institut und der Freien Universität Berlin. Ziel des Teams ist die Entwicklung eines Modells, das materielle und immaterielle Schäden von Cyberkriminalität in Deutschland systematisch, reproduzierbar und überprüfbar erfasst – über kurze, mittlere und lange Zeithorizonte hinweg. Auch bisher unbeachtete Kaskadeneffekte werden einbezogen. Für die Cyberagentur ist ARCH damit ein weiterer Baustein im Themenschwerpunkt „Cybervigilante Gesellschaft“.
Der wissenschaftliche und sicherheitspolitische Ausgangspunkt ist klar: In Deutschland fehlen bislang Metriken und Methodiken, die Schäden durch Cyberkriminalität ganzheitlich abbilden. Direkte monetäre Verluste erfassen nur einen Teil des Schadensgeschehens und nur einen Teil des Phänomenbereichs. Vertrauensverluste, psychologische Belastungen, Reputationsschäden, Betriebsunterbrechungen, Ressourcendruck in der Wiederherstellung von IT-Infrastrukturen und langfristige Folgekosten bleiben in bisherigen Betrachtungen häufig unterbelichtet. Genau an dieser methodischen Lücke will ARCH ansetzen. „Ohne verlässliche Daten besteht das Risiko, dass Cyberbedrohungen über- oder unterschätzt werden, was zu falschen Prioritäten und ineffizienten Mitteleinsatz führen kann“, meint Dr. Nicole Hartlapp, Leiterin des Themenschwerpunktes „Cybervigilante Gesellschaft“.
ARCH soll erstmals einen multidimensionalen Bewertungsrahmen bereitstellen, der direkte, indirekte und kaskadierende Schäden über verschiedene Betroffenheitsdomänen hinweg zusammenführt und in einer Schadensmatrix abbildet. Damit möchte ARCH nicht nur die Frage nach der Höhe eines Schadens, sondern auch nach dessen Schwere, Dauer und gesellschaftlicher Reichweite beantworten. Mit Hilfe einer dualen Skala sollen Schadensereignisse sowohl eine monetäre Bewertung als auch einen qualitativen Index für immaterielle Schäden erhalten, etwa Stressbelastung oder Vertrauensverlust.
Auszug aus der Stellenausschreibung des Arbeitgebers. Die Bewerbung erfolgt über "Jetzt bewerben".
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